Dartpfeile

Kurze Geschichte der Dartpfeile 

Warum den Dartpfeilen beim Spielen eine besondere Rolle zukommt, lässt sich am besten nachvollziehen mit einem kurzen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Darts. Bereits im 5. Jahrhundert vor Christus entstanden pfeilähnliche Waffen und auch bei den Römern kamen mit Bleigewichten beschwerte Wurfpfeile in kriegerischen Auseinandersetzungen zum Einsatz. England gilt zwar als das Mutterland des Dartsports, der Name stammt allerdings aus dem Französischen.  Kleine speerähnliche Wurfpfeile  – auch Darts genannt – wurden von den Franzosen als Waffen eingesetzt.  Die Vorläufer der heutigen Dartpfeile die Papier-Flights, wurden 1898 von einem Amerikaner patentiert. Als das Werfen mit Dartpfeilen vom Glücksspiel offiziell zum Geschicklichkeitsspiel erklärt wurde, war die Verbreitung in britischen Pubs nur eine Frage der Zeit. Der Dartsport hielt langsam aber sicher Einzug in die Gesellschaft und fand seinen Ausdruck in Turnieren.

Aufbau von Dartpfeilen

Wer noch nie mit Dartpfeilen auf eine Dartscheibe gezielt hat, dem sei gesagt, dass sich dieses Geschicklichkeitsspiel mittlerweile zu einer Präzisionssportart entwickelt hat. Für einen echten Dartprofi ist das Wissen um den Aufbau eines Dartpfeils unerlässlich. Denn neben der Dartscheibe sind die Dartpfeile das wichtigste Instrument, um ein Spiel durchführen zu können.



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Wie setzen sich Dartpfeile zusammen? Vorne am Pfeil sitzt der Tip oder Point aus Kunststoff oder Stahl. Die aufschraubbaren Stahlspitzen für Softdarts heißen „Conversion Points“ und sind abgerundet, um die Dartboards nicht zu schnell abzunutzen. Das Griffstück, der Barrel, ist das Herzstück eines Dartpfeils und bestimmt die Flugeigenschaften. Barrels kannst du in verschiedenen Formen und Gewichten bekommen. Sie sind aus Material wie Messing (Brassbarrel), Wolfram (Tungsten) und Nickel hergestellt. Zusätzlich gibt es bewegliche Spitzen, die auf die jeweiligen Barrels abgestimmt sind.

Neben den normalen Barrels kannst du noch sogenannte M3 Barrels kaufen. Hier liegen die Gewinde außen, sie sind dünner und haben spezielle Shafts und Spitzen. Die Wahl der passenden Dartpfeile geht am besten über das Testen verschiedener Varianten. Schwere Darts sind anfangs wohl etwas einfacher zu spielen als leichte. Die meisten Spieler bevorzugen bei den Dartpfeilen ein Gewicht zwischen 21 und 24 Gramm.

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Nach dem Barrel folgt bei Dartpfeilen ein kleiner Gummiring. Der sogenannte O-Ring verhindert, dass sich die Shafts beim Spielen lösen und so die Stabilität des Darts verringern.

Ein weiterer Bestandteil von Dartpfeilen sind die Shafts, die in verschiedenen Materialen erhältlich sind. Am gängigsten sind heutzutage Nylon- oder Aluminiumshafts. Auf die Länge des Shafts kommt es vielmehr an. Denn je länger der Shaft ist, desto eher hängen die Darts im Board nach unten. Und das ermöglicht Dartprofis, dass sie die nachfolgenden Darts auf die erstgeworfenen „drauflegen“ können und mehr Punkte machen. Einfach ausprobieren und testen, welche Shaftlängen für einen persönlich die besten Ergebnisse bringt.

Ein Collar verhindert die Beschädigung des Shafts, wenn ein nachfolgender Dart hinten aufschlägt. Collars sollen das Ende des Nylon-Shafts zusammendrücken und somit den Flight fest mit dem Shaft verbinden Deswegen benutzt man Collars nur bei Nylon-Shafts.

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Der letzte Bestandteil des Dartpfeils ist der Flight. Diese sind meistens aus Polyester oder Nylon hergestellt und recht robust in der Handhabung. Sie werden sowohl von Anfängern als auch von Profis eingesetzt und häufig im praktischen 3-er Seit angeboten. Fast noch wichtiger als das Material ist beim Flight die Form, denn diese beeinflusst die Flugstabilisierung.

Je fester ein Flight vom Stoff her ist, umso besser hält der Dartpfeil seine Flugbahn und gerät nicht ins Trudeln. Die Lebensdauer von Dartpfeiler hängt also von einigen Faktoren ab. Wenn man feststellt, dass ein Flight zu viele Knicke oder Risse bekommen hat, empfiehlt es sich, diesen auszutauschen.

Den Abschluss eines Dartpfeils bildet ein Protector, der auf ein Flight draufgesetzt wird. Damit soll verhindert werden, dass der eigene Dartpfeil durch nachfolgende Pfeile beschädigt wird. Es ist quasi wie ein Aufprallschutz und verlängert die Lebensdauer von Dartpfeilen.

Der richtige Griff bei Dartpfeilen

Um die Kontrolle über den Dartpfeil und dessen Flugbahn zu haben, ist der richtige Griff entscheidend. Im Allgemeinen gilt die Faustregel: Je mehr Finger den Dartpfeil am Barrel führen, umso mehr Kontrolle hat man über den Pfeil und kann besser auf das Dartboard zielen. Wie immer im Leben, gibt es erfolgreiche Spieler, die es schaffen, mit nur zwei Fingern am Barrel oder der ganzen Hand den Dartpfeil in Richtung Scheibe zu werfen. Ein Großteil der Dartspieler fixiert den Dartpfeil zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger und lässt diese Finger rechtzeitig los. Aller Anfang ist schwer und zu Beginn sollte man sich darauf konzentrieren, eine grobe Wurfrichtung der Dartpfeile zu erlernen und möglichst nur den Wurfarm zu bewegen.

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Steeldart Dartpfeile

Der Dartsport ermöglicht zwei Spielarten: Steeldart und Softdart. Beim klassischen Steeldart wird punktemäßig rückwärts gespielt. Die Dartpfeile beim Steeldart verfügen über eine Spitze aus Metall und eine Länge von bis zu 30,5 cm bei einem Gewicht von bis zu 50 g. Die Nickel-Wolfram-Legierung gewährleistet ein hohes Gewicht, wohingegen der Dartkörper schmal ist. Beim Steeldart bleiben die Dartpfeile bis zur Wertung in der Scheibe stecken. Ein Schreiber führt die geworfenen Punkte auf einer Tafel zusammen und rechnet den noch fehlenden Score aus. Der Start bei Steeldartspielen ist bei 501 Punkten im Single, 701 oder gar 1001 im Team. Das Ziel ist, exakt auf Null zu kommen. Es wird immer mit drei Dartpfeilen pro Runde gespielt, die nacheinander geworfen werden. Der Spieler, der als erster mit seinen Dartpfeilen die Null erreicht hat, ist der Sieger. Beim Steeldart sollte der Spieler immer im Blick haben, wie viele Punkte er als nächstes mit seinen Dartpfeilen werfen muss.

Softdart Dartpfeile

Softdart ist die Spielart, die bei elektronischen Dartscheiben angewendet wird, auch Automatendart oder Elektronic-Dart (E-Dart) genannt. Der wesentliche Unterschied zum Steeldart liegt im Gewicht und in den Spitzen der Dartpfeile, die aus Kunststoff gefertigt sind. Das Gesamtgewicht eines solchen Dartpfeils darf 18 Gramm (+ Toleranz von 5%) nicht überschreiten. Die Länge liegt bei bis zu 16,8 cm.

Im Gegensatz zum Steeldart zählen die Punkte, sobald der Dartpfeil den Automat berührt hat. Beim E-Dart gibt es neben den klassischen Varianten mit 301, 501 und 701 Punkten eine Vielzahl von Spielen. Neben Single-Out, Master-Out und Double-Out, ist Cricket ein beliebtes Trainingsspiel, das darauf abzielt, ausschließlich die hohen Punktefelder des Dartboards zu treffen.